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Umwelt 2010 Flensburg
22. bis 24. April 2010
im Förde Park Flensburg

Energie, Bauen & Wohnen

 
Grußwort des Ministers Dr. Christian von Boetticher
 
Wachsende Weltbevölkerung, wachsender Energiehunger, wachsende Probleme mit dem Klimawandel und dazu die Finanzkrise – das sind aktuelle Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen.
Energieerzeugung und Energieverbrauch heute und weltweit sind nicht zukunftsfähig, und zwar nicht in ökologischer, in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Wir müssen deshalb neue Wege finden, wie wir eine wachsende Weltbevölkerung mit Nahrung und gleichzeitig dauerhaft mit ausreichend Energie und Rohstoffen aus begrenzt vorhandenen Ressourcen versorgen können, ohne dabei das Klima oder die Umwelt unnötig weiter zu belasten.
Verschiedene aktuelle Studien gehen davon aus, dass sich die Kapazitäten und die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 verdreifachen lassen, wenn die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen beibehalten werden. Fast die Hälfte des deutschen Strombedarfs könnte somit durch Energie aus Wind, Biomasse, Wasser, Sonne und Geothermie gedeckt werden.
Die Bundesregierung hat mit ihrer integrierten Energie- und Klimapolitik Veränderungen angestoßen, die weiter intensiviert werden müssen, um das zu erreichen. Schleswig-Holstein unterstützt die Bundesregierung in ihrem Engagement für einen weltweiten Klimaschutz und wird einen aktiven Beitrag leisten – unter anderem mit unserem „Aktionsplan Klimaschutz“ sowie unserem Klimaschutzbericht. Dabei setzen wir auf erneuerbare Energien in Kombination mit Energieeinsparung sowie besserer Energieeffizienz.  

Die Maßnahmen des Integrierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung haben bereits Wirkung gezeigt und werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich Investitionen von rund 400 Milliarden Euro auslösen. Dieser Beitrag zum Klimaschutz, ist damit zugleich ein ökologisches Programm und Jobmotor in Deutschland. Denn bereits jetzt arbeiten in Deutschland mehr als 250.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien, und bis zum Jahr 2020 soll es weitere 400.000 Arbeitsplätze geben. Im so genannten Marktanreizprogramm stehen allein im Jahr 2009 rund 400 Millionen Euro zur Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmebereich zur Verfügung, um zum Beispiel den Einsatz von Solarthermieanlagen, Pelletheizungen oder Wärmepumpen zu unterstützen. Bis zum Jahr 2012 sollen dafür jährlich bis zu 500 Millionen Euro bereitgestellt werden. Darüber hinaus hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau zugesagt, sich mit jeweils fünfzig statt wie bisher mit zehn Millionen Euro an mittleren und kleineren Projekten im Bereich erneuerbare Energie zu beteiligen.  

Umweltmessen sind Marktplatz und Schaufenster für Informationen und Wissensaustausch und machen die Menschen fit für eine klimafreundliche Zukunft. Sie sind damit wichtige Plattformen für den Ausbau erneuerbarer Energien. Ich wünsche der Flensburger Umweltmesse 2010 deshalb zahlreiche Messegäste, erfolgreiche Kontakte und damit allen viel Erfolg.  

Dr. Christian von Boetticher
Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein

 

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